Warum manche Politiker immer noch ein Problem mit Naturschutz haben

Braun gemusterte Kröte hockt auf einer Handfläche
Erdkröte auf dem Weg ins Laichrevier © Conny Schwanemann/NABU

Blühende Wiesen, üppig grüne Wälder, Vogelgesang und Bienengesumm: Intakte Natur finden fast alle schön. Aber wenn es darum geht, diese aktiv zu erhalten, stößt die Sympathie schnell an Grenzen. Vor allem für die Politik ist Naturschutz oft ein Nebenthema – bestenfalls „nice to have“, schlimmstenfalls unnützes Gedöns, das von wichtigeren Dingen abhält. Diese Haltung hat neulich ausgerechnet unser hochengagiertes Amphibienschutz-Team zu spüren bekommen – bei einer Diskussion im Egestorfer Gemeinderat. Worum es ging und wie wir darauf reagieren: Hier steht’s.


Präsentation zum Vortrag von Gerhard Schierhorn

Die Klimaerwärmung schreitet voran, und mit ihr steigt der Wasserbedarf von Verbrauchern, Landwirtschaft. und Natur. Was  muss geschehen, damit genug für alle bleibt? Gerhard Schierhorn von der Interessengemeinschaft Grundwasserschutz Nordheide hat am 17.4.2026 ein Salzhausen einen Vortrag zum Thema gehalten, der auf großes Interesse gestoßen ist. Auf vielfachen Wunsch – und mit Gerhards Erlaubnis – haben wir die zugehörige Präsentation online gestellt. Hier entlang, bitte: 


Unser Amphibien-Rettungsteam ist bei Egestorf wieder im Dauereinsatz

Braun gemusterter, kaum fingerlanger Molch auf einer Handfläche
Von der Straße aufgesammelt und sicher zum Laichplatz gebracht: ein Teichmolch Foto @ Conny Schwanemann

Das große Wandern begann, als der Regen einsetzte – am Abend des 10. März. In den Tagen vorher war es warm, aber trocken gewesen, deshalb waren pro Nacht nur um die 20 bis 30 Tiere in den Fangeimern gelandet. Aber als das Wetter umschlug, gab es kein Halten mehr: An einem einzigen Abend half das Amphibien-Rettungsteam unserer NABU-Gruppe über 1600 Kröten, Fröschen und Molchen sicher über den Sudermühler Weg in Egestorf – zu ihren Laichplätzen in den Teichen, die nördlich der Straße liegen.

Warum der Einsatz am Amphibienzaun nicht nur Tausende Tierleben rettet, sondern auch ein besonderes Erlebnis für die Helferïnnen ist, lest Ihr hier.


Nach gemeinsamem Schneid-Einsatz auf unserer Wiese bei Quarrendorf

Baumreihe auf einer Wiese, darunter abgeschnittene Zweige
Einsatz auf der Kopfweidenwiese © NABU Hanstedt

Sie sind schon ganz schön dickköpfig geworden, die Kopfweiden auf unserer nach ihnen benannten Wiese bei Quarrendorf.  

Das konnten wir bei unserem letzten Arbeitseinsatz dort feststellen. An einem Wochenende Ende Oktober sind wir mit Scheren, Leitern und zwei Dutzend kräftiger Hände angerückt, um den Weiden wieder mal einen Fasson-Schnitt zu verpassen. Den brauchen sie etwa alle zwei Jahre,  um ihre charakteristischen Stammformen auszubilden. Die nicht nur markant aussehen, sondern mit der Zeit auch wertvolle Habitate bilden – dann nämlich, wenn die "Köpfe" so groß und so alt geworden sind, dass sich in ihrem Inneren Hohlräume gebildet haben.  Wer darin später alles einziehen kann, lest Ihr hier.


Unsere Stellungnahmen zu den aktuellen Windkraft-Ausbauplänen des Landkreises

Storch fliegt im Abendlicht vor zwei Windrädern, die über Bäume emporragen
Storch vor Windrädern © Jan Piecha/NABU

Bis 2032 soll der Landkreis Harburg knapp 4000 Hektar Fläche für den Bau von Windkraftanlagen bereitstellen – acht mal so viel wie bisher. Das "Teilprogramm Windenergie" des Landkreises regelt, wie diese Flächen auf die Mitgliedsgemeinden verteilt werden sollen. Bis zum 26.3. hatten Bürger, Gemeinderäte und Organisationen Gelegenheit, Stellungnahmen zu diesem Programm abzugeben. Wir vom NABU Hanstedt/Salzhausen haben das gleich zweimal getan: zur Windkraftplanung in unseren Gemeinden und, gemeinsam mit anderen Naturschutzverbänden, im Landkreis insgesamt. Unser Fazit: Die Behörden des Landkreises müssen dringend nachbessern, damit Klimaschutz nicht auf Kosten der Natur stattfindet! Näheres hier.


NABU-Naturtelefon


Kompetente Beratung zu Naturschutzthemen

Haben Sie Fragen rund um Vögel, Insekten, Pflanzen oder sonstige Themen im Natur- und Umweltschutz? Dann rufen Sie uns an:


Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr unter 030 284984-6000.

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Warum Naturbeobachtung zurzeit besonders spannend ist

Ein großer Vogel mit langem Hals und nach hinten gestreckten Beinen vor blauem Himmel über einer Baumgruppe
Schwarzstorch im Landeanflug auf eine Wiese bei Salzhausen Foto © Hilke Beer

Gehört Ihr auch zu der Sorte Leuten, die nie, NIE ohne ihr Smartphone aus dem Haus gehen? Wenn ja: Gut so! Spannende Naturbeobachtungen machen doppelt Freude, wenn man sie durch Fotos dokumentieren und später teilen kann. Hilke Beer aus Salzhausen hatte zum Glück ihr Handy griffbereit, als neulich in einer Wiese neben ihr ein Schwarzstorch landete. Dieser seltene und auch sehr scheue Verwandte unseres Weißstorchs ist normalerweise nur in alten Wäldern mit Still- und Fließgewässern zu finden. Was es sonst noch Spannendes in unserer Gegend zu sehen gab und gibt, und weshalb das Teilen von Beobachtungen auch dem Naturschutz dient, lest Ihr hier.


Ein Newsletter des Landkreises zeigt, wie Naturschutz gelingt

Luftaufnahme eines Walds, der allmählich in offenes Gelände übergeht
Ein Waldrand im Büsenbachtal, einst schnurgerade, wurde behutsam aufgelockert – und bietet nun neue Lebensräume für lichtliebende Arten © Niels Vollmers

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten aus dem Naturschutz. Sie gehen oft unter, weil sie in der Regel nicht von spektakulären Erfolgen handeln, sondern von kleinen Schritten, deren Effekte sich oft erst mit der Zeit zeigen. Von solch kleinen, aber wirksamen Eingriffen für mehr Artenvielfalt handelt der Jahresrückblick von "NaturPlus", dem Newsletter der Umweltbehörde unseres Landkreises.  Wir empfehlen ihn Euch wärmstens – mit ein paar Anmerkungen aus Hanstedter und Salzhäuser Sicht.


Mit Jörg Kraus auf Radtour zu den Feldhecken rund um Salzhausen

Eine Gruppe Radfahrer auf einem Feldweg hört einem Referenten zu
So dicht und hoch soll sie wachsen: Jörg Kraus mit Teilnehmern der sommerlichen NABU-Feldhecken-Tour © J.Romberg

Was haben Feldhasen, Klimaschützer, Wildbienen, Goldammern, Waldbesitzer und Weidetiere gemeinsam? Sie alle lieben Hecken. Feldhecken am Rand von Wegen, Äckern oder Wäldern gehören zu den vielseitigsten Lebensräumen unserer Landschaft. Höchste Zeit, sie näher kennenzulernen! Wir hatten Gelegenheit dazu – auf einer Radtour mit Jörg Kraus, Bürgermeister, Bauhofleiter und erklärter Feldheckenfan. Hier unser Bericht:



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