
Blühende Wiesen, üppig grüne Wälder, Vogelgesang und Bienengesumm: Intakte Natur finden fast alle schön. Aber wenn es darum geht, diese aktiv zu erhalten, stößt die Sympathie schnell an Grenzen. Vor allem für die Politik ist Naturschutz oft ein Nebenthema – bestenfalls „nice to have“, schlimmstenfalls unnützes Gedöns, das von wichtigeren Dingen abhält. Diese Haltung hat neulich ausgerechnet unser hochengagiertes Amphibienschutz-Team zu spüren bekommen – bei einer Diskussion im Egestorfer Gemeinderat. Worum es ging und wie wir darauf reagieren: Hier steht’s.
Die Klimaerwärmung schreitet voran, und mit ihr steigt der Wasserbedarf von Verbrauchern, Landwirtschaft. und Natur. Was muss geschehen, damit genug für alle bleibt? Gerhard Schierhorn von der Interessengemeinschaft Grundwasserschutz Nordheide hat am 17.4.2026 ein Salzhausen einen Vortrag zum Thema gehalten, der auf großes Interesse gestoßen ist. Auf vielfachen Wunsch – und mit Gerhards Erlaubnis – haben wir die zugehörige Präsentation online gestellt. Hier entlang, bitte:

Das große Wandern begann, als der Regen einsetzte – am Abend des 10. März. In den Tagen vorher war es warm, aber trocken gewesen, deshalb waren pro Nacht nur um die 20 bis 30 Tiere in den Fangeimern gelandet. Aber als das Wetter umschlug, gab es kein Halten mehr: An einem einzigen Abend half das Amphibien-Rettungsteam unserer NABU-Gruppe über 1600 Kröten, Fröschen und Molchen sicher über den Sudermühler Weg in Egestorf – zu ihren Laichplätzen in den Teichen, die nördlich der Straße liegen.
Warum der Einsatz am Amphibienzaun nicht nur Tausende Tierleben rettet, sondern auch ein besonderes Erlebnis für die Helferïnnen ist, lest Ihr hier.

Bis 2032 soll der Landkreis Harburg knapp 4000 Hektar Fläche für den Bau von Windkraftanlagen bereitstellen – acht mal so viel wie bisher. Das "Teilprogramm Windenergie" des Landkreises regelt, wie diese Flächen auf die Mitgliedsgemeinden verteilt werden sollen. Bis zum 26.3. hatten Bürger, Gemeinderäte und Organisationen Gelegenheit, Stellungnahmen zu diesem Programm abzugeben. Wir vom NABU Hanstedt/Salzhausen haben das gleich zweimal getan: zur Windkraftplanung in unseren Gemeinden und, gemeinsam mit anderen Naturschutzverbänden, im Landkreis insgesamt. Unser Fazit: Die Behörden des Landkreises müssen dringend nachbessern, damit Klimaschutz nicht auf Kosten der Natur stattfindet! Näheres hier.
Kompetente Beratung zu Naturschutzthemen
Haben Sie Fragen rund um Vögel, Insekten, Pflanzen oder sonstige Themen im Natur- und Umweltschutz? Dann rufen Sie uns an:
Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr unter 030 284984-6000.
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Zwei Vogelfreude aus Salzhausen und Quarrendorf, David Rieckmann und Luk Noah Behnke, haben mir ihre Fotos geschickt und erlaubt, sie hier zu posten (danke dafür!) Die Aufnahmen zeigen beispielhaft, was es in unserer Gegend an Naturvielfalt zu sehen gibt – wenn man nur aufmerksam genug hinschaut. Unter den sieben gezeigten Arten sind zwei sehr besondere; die anderen aber lassen sich, mit etwas Glück, bei einem Spaziergang oder einer Radtour durch die Landschaft rund um unsere Dörfer entdecken. Falls Ihr in letzter Zeit noch mehr Spannendes draußen beobachtet habt – nicht nur Vögel – erzählt mir gern davon! Entweder im Kommentar unterm Text oder per Mail an unsere Kontaktadresse.

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten aus dem Naturschutz. Sie gehen oft unter, weil sie in der Regel nicht von spektakulären Erfolgen handeln, sondern von kleinen Schritten, deren Effekte sich oft erst mit der Zeit zeigen. Von solch kleinen, aber wirksamen Eingriffen für mehr Artenvielfalt handelt der Jahresrückblick von "NaturPlus", dem Newsletter der Umweltbehörde unseres Landkreises. Wir empfehlen ihn Euch wärmstens – mit ein paar Anmerkungen aus Hanstedter und Salzhäuser Sicht.

Was haben Feldhasen, Klimaschützer, Wildbienen, Goldammern, Waldbesitzer und Weidetiere gemeinsam? Sie alle lieben Hecken. Feldhecken am Rand von Wegen, Äckern oder Wäldern gehören zu den vielseitigsten Lebensräumen unserer Landschaft. Höchste Zeit, sie näher kennenzulernen! Wir hatten Gelegenheit dazu – auf einer Radtour mit Jörg Kraus, Bürgermeister, Bauhofleiter und erklärter Feldheckenfan. Hier geht's zu unserem Bericht.